Neuer Knorpel aus dem Labor – HERZOG-Kultur


Die behandelnden Ärzte Dr. Michael Rolken (rechts) und Dr. René Monbarz freuen sich, dass die spezielle Knorpeltransplantation nun am Klinikum Jülich durchgeführt werden kann.Foto: C. Ramertz
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Knieschmerzen sind nicht nur beim Sport, sondern auch im Alltag eine Belastung. Die Ursache ist häufig ein Knorpelschaden. Das Problem besteht darin, dass Knorpel im Gegensatz zu Muskeln und Knochen nicht heilen kann. Dennoch kann es unter bestimmten Umständen rekonstruiert werden. Wir nutzen eine spezielle Transplantationstechnik, die derzeit auch am Klinikum Jülich angeboten wird.

Dr. René Mombartz gehört zum orthopädischen und unfallchirurgischen Team des Klinikums Jülich und ist Experte für die Chondrozytentransplantation. Chondrozytentransplantation ist der Name der Operation, die Dr. Momberts verfügt seit 2017 über eine Sondergenehmigung. Neben seiner Krankenhaustätigkeit betreibt der Orthopäde, Unfallchirurg und Sportmediziner auch eine Klinik in Jülich und gehört zu den zehn erfolgreichsten deutschen Ärzten für Knorpeltransplantation. Die Operation war Teil des Leistungsspektrums des Linnich Hospital. Monbarz war bis zur Fusion der beiden Unternehmen tätig, benötigte jedoch eine erneute Genehmigung aus Jülich.

„Leider ist der Zulassungsprozess für hochspezialisierte Produkte komplex und zeitaufwändig“, sagt er. Michael Lörken ist Chefarzt der Kliniken für Allgemein-, Viszeral-, Orthopädie und Unfallchirurgie. „Umso mehr freuen wir uns, unseren Patienten diese besondere Option in der differenzierten Behandlung von Kniegelenkserkrankungen anbieten zu können. Wir werden bald zwei Fachärzte haben.“ Der behandelnde Arzt verfügt ebenfalls über sieben Jahre Erfahrung in der Transplantationschirurgie, allerdings nach seinem Wechsel von Vom Aachener Marienkrankenhaus zum Klinikum Jülich musste er immer wieder klinikbezogene Genehmigungen beantragen.

Leider ist diese Operation nicht für alle Patienten mit diagnostiziertem Knieknorpelschaden eine Option. „Der Schaden muss lokalisiert sein“, erklärt Dr. René Momberts. „Wir brauchen gesundes Knorpelgewebe, um den Schaden im Knie mit der ersten kleinen Operation reparieren zu können.“

Der Eingriff sei für Patienten bis etwa 60 Jahre geeignet, sagt er, da sich das Transplantatwachstum bei älteren Patienten verlangsame. Montbarts. Bei diesen Patienten sind sehr gute Langzeitergebnisse zu erwarten. „Wenn der Knorpel im Kniegelenk stark abgenutzt ist, können wir dem Patienten mit einer Gelenkersatzoperation helfen“, sagt Dr. Lerken. „In erster Linie schöpfen wir stets konservative Behandlungsmöglichkeiten aus. Transplantationsverfahren haben uns neue Möglichkeiten eröffnet, individuell für jeden Patienten die beste Behandlung zu finden.“



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