Homberger braut Feiertagsbier im eigenen Labor


  1. Startseite
  2. lokal
  3. Fritzler Homberg
  4. Homberg (Efse)

Drücken Sie

Alle Vorbereitungen sind getroffen, um Ihre Stärke unter Beweis zu stellen. Willy Lockenshus nimmt ein paar Tropfen des vorbereiteten Bieres, um zu testen, ob die Mischung gründlich eingemaischt ist.
Alle Vorbereitungen sind getroffen, um Ihre Stärke unter Beweis zu stellen. Willy Lockenshus nimmt ein paar Tropfen des vorbereiteten Bieres, um zu testen, ob die Mischung gründlich eingemaischt ist. © Chantal Müller

In diesem Jahr feiert die Stadt Homberg den 500. Geburtstag des Abenteurers Hans Staden. Zum Auftakt des Jubiläumsjahres gibt es neue Dauerausstellungen und besondere Biere.

Homberg – Bier kann bitter, malzig oder süffig sein, aber in Gesellschaft schmeckt es besonders gut. Willy Rockensüß hat vielleicht nicht viele Freunde, aber er verfügt über ein großes Wissen, wenn es um das Brauen von gemälzter Gerste geht. Im Jahr 2021 gründete Homberger das Brewing Institute, die erste eingetragene Brauerei in Homberg seit 1973. Derzeit braut er Stadenator, ein besonderes Bier für das Hans-Staden-Gedenkjahr.

Einmal im Monat zieht Willy Lockenshus einen Laborkittel an und verschwindet in seinem Labor, um so schnell nie wieder aufzutauchen. Bierbrauen erfordert nicht nur Präzision, sondern auch Geduld. Homberger muss einen ganzen Tag einplanen, um aus winzigen Malzkörnern Weizen, Meibock und Pale Ale herzustellen.

Pro Jahr werden auf diese Weise etwa 10 bis 12 Biere hergestellt. Rockensüß zeichnet jeden Schritt detailliert auf und überwacht ständig die Temperaturanzeige. Dabei hilft Homberger nicht nur sein Wissen als Chemiker und Mikrobiologe.

Aufgrund seiner Arbeit verfügt er über ein voll ausgestattetes Labor im Keller seines Hauses. „Das erleichtert mir die Arbeit ungemein“, sagt der Chemiker, der 2014 seinen ersten Braukurs belegte.

Als die Brauerei Hütt zum Reformationstag ein Bier kreierte, dachte sich Lockenshus: „Vielleicht könnte ich das auch selbst machen“, und 2019 wurde das erste Bier noch in Dosen gebraut, und schon nach zwei Jahren wurde es kreiert ihr eigenes Bier. Brauerei als Nebenjob hinzugefügt. „Die Anlage wurde immer größer.“

Das Brühgut wird mit einem Kühler abgekühlt. Dann wird Bier hergestellt.
Das Brühgut wird mit einem Kühler abgekühlt. Dann wird Bier hergestellt. © Willy Lockenshus

Hobbybrauer dürfen bis zu 200 Liter Bier pro Jahr herstellen, es jedoch weder verkaufen noch verschenken. Deshalb meldete Rockensüß gleich sein Hobby als Brauerei an. Lockenshus ist vom Gesundheitsministerium zugelassen und bei der Handwerkskammer als Brauerei und Mälzerei registriert. Die Brauschritte des Wiegens, Zerkleinerns, Maischens und Filterns des Malzes erfordern Präzision und Geduld. „Man muss auch während der Gärung sauber arbeiten, um ein Verderben oder eine Kontamination des Bieres zu vermeiden“, erklärt Lockenshus. Das erklärt auch, warum alles an einem Tag erledigt werden muss. „Wenn man das Bier zu lange stehen lässt, können fremde Hefen eindringen und es sauer machen“, sagt er. Sein Labor kann 50 Liter Bier herstellen. Manchmal lässt er sich auch eigene Rezepte einfallen. „Das macht sehr viel Spaß. Es ist ein toller Ausgleich zu meiner theoretischen Arbeit.“

Neben dem Stadener Gedenkbier braut Rockensüss bereits mehrere weitere Aktionsbiere. Dazu gehören auch Reformator, Tricky Prince, Nörjelbock und Ahler Clobes. Erinnerungen an Jubiläen, Weihnachtsmärkte und kleine Brauereien. „Es testet gut.“ Der Studiinator wurde in Zusammenarbeit mit Professor Jürgen Schulz Grobert entwickelt. „Er sagte, wir müssten Bier machen“, sagt Lockenshus lachend.

Da der erste Kontakt im Sommer stattfand, heißt Stadinator nun Maibock, ein stark untergäriges Bier. Wer so etwas zum Stadener Jubiläumsjahr ergattern möchte, muss sich beeilen. Aufgrund der Braukapazität werden nur etwa 50 Flaschen Stadinator hergestellt. (Chantal Müller)



Source link

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert