Leberwerte: Was bedeutet das? – NetDoktor.de


Welche Blutwerte weisen auf Leberprobleme hin?

Leberzellen, sogenannte Hepatozyten, enthalten verschiedene Enzyme, die Stoffwechselaufgaben übernehmen. Diese Leberenzyme werden freigesetzt, wenn Leberzellen beschädigt und zerstört werden. Sie gelangen in den Blutkreislauf und werden dort nachgewiesen.

Beispiele für solche Leberwerte sind Aspartat-Aminotransferase (AST oder ASAT, früher auch GOT genannt) und Alanin-Aminotransferase (ALT oder ALAT, früher auch GPT genannt). ALT kommt hauptsächlich in der Leber vor, AST kommt jedoch auch in Herz- und Skelettmuskelzellen vor. Der Nachweis von AST im Blut kann auch auf eine Schädigung dieser Gewebe hinweisen.

Ein weiteres Enzym, das aus zerstörten Leberzellen ins Blut gelangt, ist die Glutamatdehydrogenase (GLDH), die ebenfalls Teil des Aminosäurestoffwechsels ist.

Laborwerte: Cholestase

Eine Ansammlung von Galle (Cholestase) kann als Folge verschiedener Lebererkrankungen wie Leberzirrhose und Leberstau auftreten. Neben typischen Symptomen wie Juckreiz und Gelbsucht führt die Cholestase auch zu Veränderungen verschiedener Leberwerte. Bei der klinischen Untersuchung wird besonderer Wert auf folgende Werte gelegt:

  • Gamma-Glutamyltransferase (GGT)
  • Alkalische Phosphatase (AP)
  • Direktes Bilirubin (DBIL)
  • indirektes Bilirubin (IBIL)
  • 5′-Nukleotidase

Laborwerte: Leberfunktionsstörung

Eine wichtige Aufgabe der Leberzellen ist die Produktion von Proteinen wie Albumin und bestimmten Blutgerinnungsfaktoren. Bei einem Ausfall sinkt die Produktion dieser Stoffe. Wenn Laborbefunde abnormale Werte dieser Substanzen zeigen, deutet dies auf eine Leberfunktionsstörung hin.

Bei Verdacht auf eine Fehlfunktion werden folgende Werte überprüft:

  • Albumin (Waschbecken (bei Produktionsunterbrechung)
  • Prothrombinzit (Erhöhen (bei einem Mangel an Blutgerinnungsfaktoren)
  • INR (Erhöhen (bei einem Mangel an Blutgerinnungsfaktoren)
  • indirektes Bilirubin (Erhöhen bei Leberschäden oder schwerer Zerstörung der Blutzellen)

Wann werden Leberwerte gemessen?

Insbesondere bei Verdacht auf eine Lebererkrankung werden Leberwerte gemessen. Beispiele für Beschwerden sind:

  • Schmerzen oder Blähungen im Oberbauch der rechten Bauchseite
  • Müdigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit
  • jucken
  • Gelbfärbung der Haut oder Bindehaut
  • Erhöhter Taillenumfang aufgrund einer Lebervergrößerung
  • Leber-Hautzeichen wie erweiterte oberflächliche Venen um den Nabel (Cephalus), weiße Nägel oder erweiterte dünne rote Blutgefäße mit Spinnen- oder Sternform (Spinnennävus)

Auch bei bekannter Lebererkrankung sollten die Leberwerte im Verlauf der Erkrankung regelmäßig gemessen werden, um den Behandlungserfolg zu beurteilen und ein Fortschreiten der Erkrankung zu erkennen. Typische Erkrankungen, die zu Veränderungen der Leberwerte führen, sind folgende.

  • Virushepatitis
  • Alkoholismus
  • Nichtalkoholische Fettlebererkrankung (NAFL) und nichtalkoholische Steatohepatitis (NASH)
  • hereditäre Hämochromatose
  • Morbus Wilson
  • Alpha-1-Antitrypsin-Mangel
  • Arzneimittelbedingter Leberschaden
  • Zöliakie (Glutenunverträglichkeit)
  • Autoimmunhepatitis

Im Gegensatz zu anderen Leberwerten kommt AST auch in anderen Körperzellen in relevanten Mengen vor und wird daher beispielsweise auch als Marker bei Verdacht auf Erkrankungen der Skelettmuskulatur oder bei einem Herzinfarkt gemessen.



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