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„Ein Meilenstein auf unserem Weg“: Gestern nahmen an der Eröffnung des neuen Biosimilars-Entwicklungslabors in Holzkirchen (von links) Richard Seiner und Florian Bieber (Leiter der biopharmazeutischen Entwicklung) und Claire D'Abroux teil. Hayring (Hauptforscher) war anwesend.  Sandoz), Peter Stenico (Global Head of Biosimilars) und Thomas Weigold (Head of Sandoz Deutschland) versammelten sich mit ihren Teams zur Feier.
„Ein Meilenstein auf unserem Weg“: Gestern nahmen an der Eröffnung des neuen Biosimilars-Entwicklungslabors in Holzkirchen (von links) Richard Seiner und Florian Bieber (Leiter der biopharmazeutischen Entwicklung (Hauptforscherin)) und Claire Dobroux-Hayring () teil. Hauptforscher) besucht. Sandoz), Peter Stenico (Global Head of Biosimilars) und Thomas Weigold (Head of Sandoz Deutschland) versammelten sich mit ihren Teams zur Feier. © Thomas Plettenberg

Sandoz stärkt seinen Standort Holzkirchen. Das Pharmaunternehmen hat 25 Millionen Euro in den Aufbau eines hochmodernen Labors zur Entwicklung neuer Biosimilar-Medikamente investiert. „Dies ist ein wichtiger Meilenstein auf unserem Weg“, betonte Sandoz-Chef Richard Sayner bei der gestrigen Eröffnungsfeier.

Holzkirche – Richard Sayner kam direkt vom neuen Sandoz-Hauptsitz in Basel und war bester Laune. Stolz zeigte er auf das blaue Sandschild, das kürzlich am Eingang des Holzkirchner Campus angebracht war. „Ich liebe die großen Buchstaben“, gestand er dem Team, mit dem er gestern die Eröffnung des neuen Biosimilars-Labors feierte. Das Markenlogo ist ein Statement dafür, dass der Pharmariese nach der Abspaltung von Novartis (wie wir berichteten) seit mehreren Wochen eigenständig agiert.

Unabhängigkeit geht mit einer etwas anderen Organisation einher. Der Basler Hauptsitz mit rund 200 Mitarbeitern wurde im Zuge des Börsengangs von Sandoz in der Schweiz in Basel gegründet. Doch der östlich des Holzkirchner Industriegebiets gelegene Campus bleibt das europäische und deutsche Zentrum der Generikahersteller und beschäftigt rund 2.000 Mitarbeiter. Offiziell sind gestern etwa 120 Kollegen zu uns gekommen. Das Biosimilars-Forschungsteam ist von Oberhaching nach Holzkirchen umgezogen. Es ist ein wichtiges Mittel, um im attraktiven Biosimilars-Markt weltweit zu punkten und gute Geschäfte zu machen.

„Wir sind stolz auf unser Engagement für diesen Standort“, betonte Thomas Weigold, Geschäftsführer von Sandoz Deutschland. „Wir verfügen über die derzeit modernste Labortechnik“, ergänzt Florian Bieber, Leiter der biopharmazeutischen Entwicklung. Dass das Labor in Holzkirchen angesiedelt wurde, war unter anderem auf den Standort München und das Know-how dieser Hochschule zurückzuführen.

Auf die Frage von Herrn Bieber hin wandten sie sich auch an den Freistaat Bayern und versprachen sofortige Hilfe. Wird ein bestimmter Wirkstoff untersucht, wird ein projektbezogener Zuschussantrag beim Freistaat gestellt, der die Hälfte der Kosten des Mitarbeiters übernimmt. Bis zu 30 Millionen Euro könnten in den nächsten Jahren fließen. Sandoz hat seit 2017 rund 100 Millionen Euro in den Holzkirchener Markt investiert. Das neue Hightech-Labor wird den Sandoz Campus zu einem der führenden Zentren für analytische Charakterisierung und Technologieentwicklung im biopharmazeutischen Bereich machen.

Anders als der frühere Mutterkonzern Novartis konzentriert sich Sandoz auf die „Nachbildung“ von Medikamenten und Arzneimitteln, deren Patentschutz abgelaufen ist. Dabei spielen Biosimilars, also Nachahmungen von Biopharmazeutika wie beispielsweise biotechnologisch hergestellte Proteine, eine immer größere Rolle. Sandoz habe derzeit acht Produkte auf dem Markt, sagte Beaver, und Rheumatologie-Medikamente dürften bald hinzukommen. Biosimilars machen derzeit etwa 25 % des Umsatzes von Sandoz aus. „Aber es wird zunehmen“, prognostiziert Bieber.

Ziel sei es, mit der neuen Eigenständigkeit ein neues Zugehörigkeitsgefühl unter der Marke Sandoz im Markt in Holzkirchen zu schaffen, sagt Pressesprecherin Justina Joanna Konczarska. Beaver betont, dass das Laborteam besonders motiviert sei. Es gebe keine riskante neue Medikamentenentwicklung, sondern nur die Weiterentwicklung bekannter Wirkstoffe, was die Wahrscheinlichkeit erhöhe, „dass das, was wir hier machen, irgendwann bei den Patienten ankommt.“ Dieses Medikament kann zu relativ geringen Kosten bereitgestellt werden. „Auf diese Weise können wir Patienten erreichen, die aus wirtschaftlichen Gründen bisher keinen Zugang zu diesem Wirkstoff hatten oder in Ländern lebten, in denen dieser Wirkstoff weitgehend fehlte.“ Beispielsweise wird an Therapeutika gegen Krebs geforscht.

Richard Sayner ist übrigens nach Tirol aufgebrochen, wo ihn heute seine nächste Eröffnung erwartet. Für über 200 Millionen Euro wurde im Werk Sand Kundl eine neue Penicillin-Produktionsanlage gebaut. Österreich stellte davon 50 Millionen Euro aus EU-Mitteln bereit. „Dies ist die letzte vollständige Penicillin-Produktion in Europa“, betont Unternehmenssprecher Konczarska.

Erfahren Sie hier mehr zu diesem Thema.



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