Hummus-Test: Glyphosat- und Mineralölrückstände im Labor nachgewiesen


Testablauf

Wir wollten wissen, wie die Qualität des Hummus ist und haben deshalb 19 Produkte gekauft, davon 10 aus kontrolliert biologischem Anbau. Wir haben sowohl gekühlten als auch ungekühlten Hummus ausgewählt, der in Plastikbechern, Gläsern oder Dosen erhältlich war. Ein wichtiger Aspekt ist natürlich, ob das Produkt möglichst wenige problematische Stoffe enthält. Deshalb haben wir umfangreiche Pestizidtests durchgeführt und auf Mineralöl, Cadmium und Nickel getestet.

Ich wollte auch wissen, ob sich in frischen, gekühlten Produkten, deren Haltbarkeitsdatum abgelaufen war, Bakterien befanden, und bat darum, die Gesamtzahl der Bakterien, Enterobakterien, E. coli und Salmonellen zu überprüfen. Wir haben die Gesamtzahl der Bakterien für ungekühlte und lange haltbare Artikel messen lassen. Ich wollte auch wissen, wie viel Salz in dem Produkt enthalten ist, also habe ich es in einem Labor messen lassen.

Natürlich muss Hummus auch lecker sein. Aus diesem Grund haben wir geschulte Sensorikexperten gebeten, unsere Produkte zu testen und etwaige Abweichungen von der landläufigen Meinung zu bewerten. Ich habe auch überprüft, was auf der Verpackung stand. Ist der Nutri-Score korrekt? Versuchen die Hersteller, die Menschen zu täuschen, indem sie Miniportionen angeben oder den Nährstoffgehalt wie Fett und Salz minimieren? Ich würde dies als weiteren Mangel einstufen. Wir testen, ob Kunststoffverpackungen Chlorverbindungen enthalten. Besteht Ihre Kunststoffverpackung zu mindestens 30 % aus recyceltem Kunststoff aus Gelben Säcken? Wir wollten das von den Herstellern wissen und haben genügend Beweise dagegen.

Bewertungslegende

Sofern nicht anders angegeben, handelt es sich bei den hier genannten Abwertungsgrenzen nicht um gesetzliche, sondern um von ÖKO-TEST festgelegte Grenzen. Die Abwertungsgrenze wurde von ÖKO-TEST festgelegt, um Messunsicherheiten und methodenspezifische Abweichungen, die sich aus einer bestimmten Studie ergeben, zu berücksichtigen. MOSH/MOSH-Analoga können auch POSH enthalten.

Komponenten des Bewertungstestergebnisses: Die Komponenten unter den Testergebnissen führen zu einer 4-Punkte-Abstufung: Aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe gemessener Gehalt von 0,5 bis 1 mg/kg (in der Tabelle: „MOAH“). Zwei Sortenabstufungen erfolgen, wenn: Der gemessene Gehalt an MOSH/MOSH-Analoga mit den Kettenlängen C17 bis C35 2 bis 4 mg/kg überschreitet (in der Tabelle: Bei steigendem Mineralölgehalt). es sei denn, es wurde bereits herabgestuft. Es wurde von MOAH mit der Note 4 bewertet.

In folgenden Fällen wird die Note um eins herabgesetzt: a) Ein gemessener Gehalt an MOSH/MOSH-Analoga mit den Kettenlängen C17 bis C35 von mehr als 1 bis 2 mg/kg (in der Tabelle: „leicht erhöhter“ Mineralölgehalt). b) Ein oder zwei als besonders besorgniserregend eingestufte Pestizide mit gemessenen Konzentrationen über 0,01 mg/kg. Nach Angaben des Pesticide Action Network (PAN) (Stand März 2021 werden Pestizide als honigbienengiftig oder hochgradig bioakkumulierbar und hochpersistent in Wasser, Boden und Sediment eingestuft, wenn sie in Gruppe 3 aufgeführt sind). wird als besonders besorgniserregend eingestuft. Die EU-Datenbank bzw. CLP-Verordnung (ECHA) stuft es als möglicherweise krebserregend oder fortpflanzungsgefährdend ein (in diesem Fall Glyphosat). c) Die im Labor ermittelte Gesamtzahl der Bakterien übersteigt 1 Million koloniebildende Einheiten pro Gramm. Wir haben uns an den DGHM-Richtlinien für Feinkostsalate orientiert. d) Der angegebene Salzgehalt beträgt mehr als 1,7 Gramm pro 100 Gramm.

Auswertung der Sensortestergebnisse: Die Ergebnisse der sensorischen Prüfung werden auf vier Stufen herabgestuft: Fremdgeschmack (hier: „deutliche und langanhaltende Bitterkeit“) [„gallig“]„). Führt zu einer Zwei-Noten-Abstufung, also einem „sehr säuerlichen“ Geschmack, oder einem Geschmack mit „einer dominanten und begleitenden Essignote“. Dies führt zu einer Herabstufung einer Note: einem „bitteren“ Geschmack.

Auswertung der Testergebnisse Weitere Mängel: Unter Prüfergebnis Weitere Mängel führen jeweils zu einer Herabstufung um 1 Note: a) Der Anteil an recyceltem Material (Consumer Recycling Material, PCR) am Gesamtgewicht der Kunststoffverpackung beträgt weniger als 30 Prozent, hierzu liegen keine Angaben vor, / oder der Beweis unserer diesbezüglichen Ansprüche nicht ausreicht. b) PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung. c) Die auf der Packung angegebene Menge beträgt weniger als 100 Gramm, was für die Berechnung des Nährwerts als unrealistisch gilt. Wenn die Ergebnisse einer bestimmten Analyse mit „Nein“ angezeigt werden, bedeutet dies, dass sie unterhalb der Quantifizierungs- oder Nachweisgrenze der jeweiligen Testmethode liegen.

Gesamturteil Basierend auf der Zusammensetzung der Testergebnisse. Weitere Mängel im Testergebnis oder eine „gute“ Sensorik verschlechtern die Gesamtbewertung nicht. Sollten sich im Prüfergebnis weitere Mängel ergeben oder die organoleptischen Eigenschaften „befriedigend“ sein, wird die Gesamtnote um eine Note herabgesetzt. Bei einem sensorischen Testergebnis „mangelhaft“ wird die Gesamtbewertung um zwei Stufen abgesenkt.

Testmethode

Bisphenol A: LC-MS/MS.
Glyphosat: LC-MS/MS.
Mikrobiologie: Aerobes Gesamtkeimsar (DIN EN ISO 4833-2: 2022-05), Enterobacteriaceae (ASU L 00.00-133/2: 2019-12), Escherichia coli (ASU L 00.00-132/2: 2021-03). Salmonella enterica (ASU L 00.00-20: 2021-07).
Mineralöl (MOSH/MOAH): DIN EN 16995: 2017-08 mod. (Diese Änderung betrifft Verseifung und verschiedene Matrizen).
Natrium-/Salzäquivalent: ASU L 00.00-144: 2019-07 Nach dem Aufschluss wird das Salzäquivalent gemäß LMIV berechnet.
Nickel/Cadmium: DIN EN 15763: 2010-04 Mod. Nach Aufschluss (diese Änderung betrifft die Erweiterung des Analyten auf Nickel).
Pestizide: DIN EN 15662:2018-07 (LC-MS/MS und GC-MS/MS).
Saure Herbizide: Modul E9 der DIN EN 15662: 2018-07.
Sensorik: Beschreibend (DIN 10975:2005-04).
PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in Verpackungsmaterialien: Röntgenfluoreszenzanalyse.

Testproduktkauf: Juli 2023.

Der Test und seine Ergebnisse sind urheberrechtlich geschützt. Ohne schriftliche Genehmigung des Herausgebers darf das Buch nicht reproduziert, fotokopiert, auf Mikrofilm aufgezeichnet oder in elektronischen Medien verbreitet werden.

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